Reisezeit Rio de Janeiro

Urlaub auf Rio de Janeiro

Urlaub in Rio de Janeiro: Samba zwischen Copacabana und Zuckerhut

Zwischen Atlantik, Guanabara-Bucht und den Ausläufern des brasilianischen Hochlands liegt Rio de Janeiro. Die Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates ist nach São Paulo die zweitgrößte Stadt Brasiliens. Rund 12 Millionen Einwohner leben in der Metropolregion. Entdecken Sie im Urlaub die vielen reizvollen Seiten der Megastadt.

Urlaub an Brasiliens Atlantikküste

Rio de Janeiro Beach
Rio de Janeiro Beach. Bildrechte Jörg Wegner-Köhler

Im Süden grenzt Rio de Janeiro an den Atlantik, im Osten an die Guanabara-Bucht. Den Norden und Westen begrenzen die Ausläufer der Serro do Mar. Zum Meer hin lädt Rio mit zahlreichen Buchten und malerischen Stränden zum Baden ein. Dank der Lage am südlichen Wendekreis herrschen in Rio de Janeiro das ganze Jahr über tropisch-warme Temperaturen, ideal für einen Urlaub sind vor allem die trockenen Monate von Juli bis August.

Ihren Namen, der übersetzt “Januar-Fluss” bedeutet, verdankt die Stadt Rio de Janeiro übrigens dem Irrtum des Seefahrers Gaspar de Lemos. Er entdeckte die Bucht am 1. Januar 1502 und hielt sie für die Mündung eines großen Flusses. Bis 1960 war die Metropole Hauptstadt Brasiliens, danach trat sie diese Funktion an Brasilia ab.

Urlaub in Rio de Janeiro – Diese Sehenswürdigkeiten sollten Sie nicht verpassen

Traumstrände und Karneval, Samba und Lebensfreude: Dafür ist Rio de Janeiro berühmt. Besonders aufregend ist ein Urlaubin Rio de Janeiro natürlich zur Karnevalszeit. Offiziell beginnen die Feierlichkeiten am Freitag vor Aschermittwoch. Auf den Straßen feiern die Sambaschulen mit einer großen Parade.

Doch auch abseits vom Karneval hat ein Urlaub in Rio de Janeiro viel zu bieten: Schauen Sie zum Beispiel auf dem Zuckerhut (Pão de Açúcar) vorbei.

Ausblick vom Zuckerhut Rio de Janeiro
Ausblick vom Zuckerhut Rio de Janeiro. Bildrecht Joerg Wegner-Koehler

Über eine Drahtseilbahn erreichen Sie den 395 Meter hohen Gipfel und genießen eine spektakuläre Aussicht auf Rio de Janeiro. Besuchen Sie außerdem die 38 Meter hohe Christus-Statue Cristo Redentor (Christus der Erlöser) auf dem Berg Corcovado, die zu den sieben Weltwundern zählt. Auf einer geführten Tour erkunden Sie im Urlaub die Favelas der Stadt. Möchten Sie in Ihrem Urlaub noch mehr von Brasilien sehen, begeben Sie sich auf eine Bootstour durch die Guanabara-Bucht und besuchen die 13 Kilometer lange Brücke Ponte Niterói auf der anderen Seite. Oder durchqueren Sie den Tijuca-Wald auf einer Jeep-Tour.

Wollen Sie sich dann vom Sightseeing am Strand erholen, haben Sie im Urlaub in Rio de Janeiro die Qual der Wahl: Sie können sich an der Copacabana niederlassen und das Treiben an einem der berühmtesten Strände der Welt betrachten. Oder Sie verbringen den Strandurlaub in Ipanema, Botofago oder Flamengo. Mit einem kühlen Kokoswasser in der Hand warten Sie auf den Abend und stürzen sich anschließend ins Nachtleben.

Mehr als nur Urlaub:

Leben und Arbeiten in Brasilien

Ein Urlaub in Rio de Janeiro ist Ihnen nicht genug und Sie überlegen, nach Brasilien auszuwandern? Klima und Landschaft in Rio de Janeiro reizen Urlauber, aber auch Auswanderer. In den Metropolregionen Brasiliens haben sich zahlreiche deutsche Unternehmen niedergelassen.

Als EU-Europäer mit gültigem Reisepass dürfen Sie maximal drei Monate in Brasilien bleiben. Möchten Sie dauerhaft im Land leben und arbeiten, benötigen Sie eine Daueraufenthaltsgenehmigung, die “Permanencia”. Diese erhalten Auswanderer, die mit brasilianischen Staatsangehörigen verheiratet sind, aber auch Arbeitnehmer und Selbständige. Voraussetzung ist, dass Sie eine Kaution hinterlegen. Selbständige Einwanderer sollten ins eigenes Unternehmen investieren und Arbeitsplätze für brasilianische Staatsbürger schaffen. Techniker, Ingenieure und Naturwissenschaftler sind auf dem brasilianischen Arbeitsmarkt besonders gefragt. Auch Ruheständler wissen die brasilianischen Strände zu schätzen. Rentner müssen ein Einkommen von mindestens 2.000 US-Dollar im Monat nachweisen.

Lernen Sie vor der Einreise Portugiesisch, Englischkenntnisse sind für die Kommunikation meist nicht ausreichend. Es empfehlen sich zudem eine deutsche oder internationale private Krankenversicherung und eine private Rentenversicherung.

Unsere phantastische Reise nach Rio de Janeiro kurz erzählt

Lange träumten wir davon, die Stadt an der Guanabara-Bucht zu besuchen, Letztes Jahr war es dann so weit – zwei Wochen Rio, endlich!! Und was soll ich sagen, unsere Erwartungen wurden noch übertroffen, diese 6-Millionen-Stadt hat uns in verschiedener Hinsicht positiv überrascht!

Tipp: Wir haben uns den August für unsere Reise ausgesucht. Den Winter, der in diesem Monat auf der Südhalbkugel herrscht, spürt man zwar in dieser tropischen Region nicht wirklich, aber es regnet kaum!

Unsere Unterkunft

Wir haben lange für diesen Urlaub gespart. Dementsprechend konnten wir uns ein wirklich schönes Hotel, nämlich das PortoBay Rio Internacional gönnen. Es liegt relativ günstig, das bezaubernde historische Stadtviertel Leme ist nur einen guten Kilometer entfernt. Unser großes Zimmer bot uns mit einem riesigen Flatscreen, einer Minibar und einem superbequemen King-Size-Bett den optimalen Rückzugsort für die Erholung nach unseren Besichtigungstouren. Das Frühstücksbuffet ließ mit jeder Menge mundgerecht geschnittenem exotischem Obst und vielen anderen Köstlichkeiten keine Wünsche offen.

Der Zuckerhut

Zugegeben, mit knapp 20 Euro pro Person ist die Fahrt mit der Gondel auf den Zuckerhut nicht gerade ein Schnäppchen. Aber es lohnt sich, allerdings nur bei gutem Wetter. Wir sind am späten Nachmittag mit der Seilbahn auf den Gipfel gefahren und haben von dort oben einen atemberaubend schönen Blick auf die Stadt und dazu noch den Sonnenuntergang genossen.

Cristo Retendor

Wir waren erstaunt, dass die weltberühmte Christus-Statue aus dem Jahre 1931 stammt. Wir dachten sie wäre viel älter, aber bei näherem Hinsehen erkannten wir, dass sie tatsächlich im Art Deco Stil gestaltet ist. Cristo Retendor ist 30 Meter hoch und steht auf dem Berg Corcovado. Da diese Sehenswürdigkeit ziemlich überlaufen ist, waren wir am frühen Vormittag da. Schon die Fahrt mit der Zahnradbahn war ein Erlebnis! Der Blick war toll, wir guckten direkt auf den Zuckerhut. Außerdem haben wir die Kapelle im Sockel der Statue besucht, sie ist der lieben Frau von Aparecida geweiht.

Der botanische Garten

Das tropische Pflanzenparadies liegt im Süden der Stadt und hat eine Fläche von 140 Hektar. Er steht als Biosphärenreservat unter dem Schutz der UNESCO und hat uns mit seinen opulenten Gewächsen komplett überwältigt. Bromelien, Rosen und Orchideen blühen hier so opulent, wie wir es noch nie gesehen haben. Besonders beeindruckend waren die Riesenwasserpflanzen wie die gigantische Amazonas-Riesenseerose. Auch das Gewächshaus mit den fleischfressenden Pflanzen war absolut faszinierend.

Escadarai do Selaron

Im Stadtteil Santa Theresa befindet sich diese außergewöhnliche Treppe, die aus lauter bunten, kunstvoll gestalteten Fliesen besteht. Die 50 Stufen und die Wände an den Seiten sind über und über in leuchtenden Farben bemalt – wir konnten uns daran gar nicht satt sehen. Doch abends wurde es hier ungemütlich – das Viertel ist leider ein Hotspot für Drogendealer.

Strandleben vom Feinsten

Das Geniale an einem Städtetrip nach Rio ist die Möglichkeit, Sightseeing mit einem Badeurlaub zu verbinden. Natürlich haben wir den weltbekannten Ipanema Beach besucht, und zwar bewusst an einem Sonntag. Dann sind hier massenweise Einheimische und es ist total spannend, den brasilianischen Körperkult sowie das Sehen und Gesehen werden zu beobachten. Am Sonntag findet auch der Hippiemarkt in Ipanema statt, wir bummelten durch das bunte Treiben und waren begeistert von den vielen Antiquitäten und selbstgemachten Kunstwerken. Auch der Stadtstrand Copacabana ist ein echtes Erlebnis: Hier kann man herrlich in der Brandung baden, einen erfrischenden Cocktail in einer der zahlreichen Strandbars trinken oder Beachvolley-Ball spielen.