Beste Reisezeit Kanada Naturlandschaften erleben

Kanada Urlaub – Reisezeit

Das flächenmäßige zweitgrößte Land der Erde ist mit unter 40 Millionen Einwohnern ausgesprochen dünn besiedelt. Es bietet einzigartig schöne Naturlandschaften, aber auch einige interessante Städte mit jeder Menge Kultur und spannender Geschichte für Ihren Urlaub. Das kanadische Klima ist grundsätzlich von kurzen, warmen Sommern und langen, harten Wintern gekennzeichnet.

Banff Kanada
Banff Kanada. Bild von Jaime Reimer auf Pixabay

Das gigantische Land erstreckt sich über mehrere unterschiedliche Klimazonen, hoch im Norden herrscht arktische Kälte, während im Süden die Temperaturen wesentlich gemäßigter sind.

An- und Einreise Kanada

Touristen können von vielen deutschen Flughäfen nach Kanada fliegen. Die Preise variieren, je nachdem wie früh man bucht, welche Klasse gewählt wird und ob ein Zwischenstopp eingelegt wird. Wem nur ein schmales Budget für seinen Kanada-Urlaub zur Verfügung steht, kommt in der Regel mit rund 500 Euro für ein Hin- und Rückflugticket in der Business Clas aus. Die Flugzeit beträgt von Deutschland an die kanadische Ostküste ungefähr sieben Stunden. Für Flüge an die Pazifikküste sind rund zehn Stunden zu veranschlagen. Für deutsche Touristen ist ein Visum nicht erforderlich, sie benötigen lediglich einen gültigen Reisepass. Das gilt auch für Kinder.

Der kanadische Dollar ist das offizielle Zahlungsmittel in dem nordamerikanischen Land. Wie in den USA benötigt man als Tourist allerdings kaum Bargeld, da hier vom Hotel über den Mietwagen bis hin zu Einkäufen in Supermärkten alles mit Kreditkarten bezahlt wird. In Kanada werden American Express, Diner´s Club sowie Visa und MasterCard akzeptiert.

Kanadischen Metropolen

Aufgrund der weiten Entfernung sind Städtereisen nach Kanada von Deutschland aus eher unüblich. Doch die Großstädte des Landes sind dennoch absolut sehenswert, aus diesem Grund sollte man ihre Besichtigung am besten mit einer Rundreise beziehungsweise anderen kanadischen Zielen kombinieren.

Das quicklebendige Vancouver liegt im Westen Kanadas, in der Provinz British Columbia am Delta des Fraser Rivers. Hinter der Stadt erheben sich die meist mit Schnee bedeckten Gipfel der Coast Moutains. Vancouver hat eine ausgesprochen junge Bevölkerung und steht bei Künstlern hoch im Kurs. Davon kann man sich bei einem Ausflug ins pittoreske Künstlerviertel Granville Island überzeugen. Hier kann man Galerien oder einen bezaubernden Bauernmarkt besuchen. Das prachtvolle dekorierte Orpheum Theatre sollte man sich ebenfalls nicht entgehen lassen. Der Finanzbezirk in Downtown Vancouver erinnert an die Wallstreet und beeindruckt mit seiner modernen Architektur. Auch der über 400 Hektar große Stanley Park ist sehr attraktiv, er befindet sich auf der Burrard Peninsula.

Toronto ist die Hauptstadt der Provinz Ontario und  hat knapp 2,6 Millionen Einwohner. Sie ist damit die größte Stadt Kanadas. Um sich einen ersten Überblick über diese Metropole zu verschaffen, sollte man einen Hop-On-Off-Bus nutzen. Vom über 500 Meter hohen CN Tower aus genießt Touristen einen herrlichen Blick über die Stadt. In der Art Gallery of Ontario kann man neben Werken von bedeutenden kanadischen Künstlern  viele  europäische und US-amerikanische Gemälde bewundern. Von Toronto aus sollte man unbedingt auch einen Abstecher zu den legendären Niagara-Fällen machen.

Kanada ist ein ganz besonderer Melting-Pot: Hier verschmelzen englische und französische Einflüsse zu einer einzigartigen Mischung. Besonders gut kann man das in der ehemaligen Olympia (1976) Stadt Montreal erleben. Die Stadt liegt am Sankt Lorenz Fluss in der Provinz Quebec. Sehr sehenswert ist die Altstadt Vieux Montreal. Hier existieren noch zahlreiche Gebäude aus grauem Kalksandstein, die im 17. Jahrhundert errichtet wurden. Die Kathedrale Notre Dame de Montreal ist vor allem wegen ihres Innenraums mit den spektakulären Glasfenstern ein Highlight. Selbstverständlich sollten Besucher sich auch die olympischen Anlagen im Parc Olympic ansehen, die noch heute in einem sehr guten Erhaltungszustand sind.

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Wer sich für die Geschichte der deutschen Auswanderer in Kanada interessiert, stattet dem Städtchen Luneburg in der Provinz Nova Scotia ab. Das malerische Städtchen ist als UNESCO Weltkulturerbe geschützt und bietet mit seinen bunt bemalten Holzhäuschen unzählige bezaubernde Postkartenmotive.

Eine Rundreise durch Kanada

Die wunderschöne Natur des nordamerikanischen Landes lässt sich wunderbar auf eigene Faust entdecken – dafür eignet sich ein Wohnmobil prima, das man zu günstigen Konditionen in allen größeren Städten mieten kann. Dabei hat man die Wahl zwischen Campern in verschiedenen Größen, vom Mini-Pickup für Singles oder Paare mit kleiner Reisekasse bis hin zu luxuriösen Wohnmobilen für Verwöhnte. Angst vor dem Steuern eines Campingmobils muss in Kanada niemand haben, denn die Landstraßen sind hier sehr gut ausgebaut und komfortabel breit. Die Infrastruktur für Camper ist in Kanada so hervorragend, wie kaum in einem anderen Land. Stellplätze mit allen Anschlüssen und bestens ausgestattete Campingplätze findet man in allen touristisch interessanten Regionen. Diese Angebote sollte man mit seinem Wohnmobil unbedingt nutzen, denn das wilde Campen ist in den kanadischen Naturparks verboten und wird sogar mit Geldbußen bestraft.

Da Kanada so riesig ist, sollte man mindestens drei Wochen, besser noch vier oder fünf, für einen Roadtrip einplanen. Im Herbst lohnt sich eine Reise im Camper besonders – im Osten verwandelt der Indian Summer die kanadischen Laubwälder in ein faszinierendes Farbenmeer. Im Westen des Lands fahren Camper bevorzugt durch den Nationalpark Jasper und Banff. Der Nationalpark Banff wurde bereits Ende des 19. Jahrhunderts und ist damit der ältestes Kanadas. Er liegt in den Rocky Mountains in der Provinz Alberta und hat eine Fläche von mehr als 6.500 Quadratkilometern. Der majestätische Bow River, die farbig leuchtenden Grassi-Seen sowie der beeindruckende Johnston Canyon und der romantische Johnson Lake sind Naturschönheiten, die man hier entdecken kann. Auch der Jasper Nationalpark liegt in den Rocky Mountains und ist mit knapp 11.000 Quadratmetern der größte Nationalpark in Kanada. Mit ein wenig Glück trifft man hier so seltene Tiere wie Grizzlys, Pumas, Schneeziegen, Kojoten, Luchse oder Wölfe.

Skiurlaub Kandada Berge
Canada Ski fahren
Canada Ski fahren. Bild von Thaie auf Pixabay

Kanada besitzt einige der schönsten Wintersportressorts der Welt – und bietet im Gegensatz zur europäischen Konkurrenz trotz Klimawandel Winter für Winter beste Schneeverhältnisse. Der Schnee hat hier übrigens eine ganz besonders pulvrige und feine Konsistenz, sodass es ein echter Hochgenuss ist, auf den Pisten mit dem Snowboard oder Ski zu fahren. Die Orte Lake Louise, Whistler oder Revelstoke bieten Wintersportbedingungen vom Feinsten, sind aber nicht preiswert. Das Gleiche trifft auf das Heli-Skiing zu, bei dem Ski- und Snowboardfahrer per Hubschrauber auf einsame Gipfel transportiert werden. Von dort fahren sie durch Tiefschnee vor atemberaubender Kulisse ins Tal. Und auch das Apres Ski hält in den kanadischen Bergen durchaus mit der Konkurrenz in Tirol mit: Es wird gefeiert, was das Zeug hält.

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