Beste Reisezeit Südamerikas nach Brasilien

Brasilien Urlaub – Reisezeit

Brasilien, das mit Abstand sowohl von der Fläche als auch von der Bevölkerung her größte Land Südamerikas, ist ein nicht alltägliches, aber sehr attraktives Reiseziel. Schon aufgrund seiner riesigen geographischen Ausstreckung bietet es extrem vielfältige und abwechslungsreiche Landschaften, Kulturen und Sehenswürdigkeiten – vom Amazonas-Gebiet im Norden bis hin zu den faszinierenden Gebirgen und Savannen im Süden.

Rio
Rio. Bild von ASSY auf Pixabay

Brasilien Reisevorbereitungen 

In Brasilien können Touristen Hotels, Mietwagen und Besuche in größeren Restaurants mit Kreditkarte bezahlen. Hier werden sowohl American Express als auch Visa und MasterCard akzeptiert. Doch für viele kleinere Ausgaben benötigt man Bargeld, den brasilianischen Real, beim Devisenkauf ist jedoch Vorsicht angesagt: Insbesondere in bei Reisenden  eliebten Regionen existieren viele unseriöse Wechselstuben mit ungünstigen Kursen. Aus diesem Grund sollte man entweder bereits zuhause in Deutschland Geld tauschen oder nur bei großen und bekannten Banken in Brasilien.

Eine Krankenversicherung mit umfassendem Schutz (und im Notfall Rücktransport nach Deutschland) ist für jeden Brasilienreisenden ein Muss. Wer eine Reise nach Brasilien plant, sollte rechtzeitig an Schutzimpfungen denken. Eine Beratung bei einem Tropenmediziner ist in diesem Zusammenhang ratsam, Meist empfehlen Experten eine Impfung gegen Gelbfieber sowie gegen Hepatitis A. In vielen Gegenden Brasiliens sollte man auch Medikamente für die Malariaprophylaxe einnehmen.

Tipp: Unabhängig von Impfungen sollte man sich in Brasilien stets vor Mückenstichen schützen. Schließlich ist das Dengue-Fieber, gegen das keine Impfung möglich ist, in den meisten südamerikanischen Ländern ein Thema. Um von Moskitos verschont zu bleiben, bewährt sich das Tragen von heller, Kleidung mit langen Ärmeln und Beinen. In ländlichen Regionen sollten Urlauber außerdem unter einem feinmaschigen Moskitonetz schlafen. Darüber hinaus ist die Anwendung von Insektenschutzmitteln empfehlenswert.

Portugiesisch ist in Brasilien Landes- und Amtssprache. Mit Englisch kommt man nur in den internationalen Metropolen des Landes weiter. Aus diesem Grund sollte ein Reiseführer mit den wichtigsten touristischen Ausdrücken auf Portugiesisch im Reisegepäck auf  keinen Fall fehlen.

Die An-und Einreise nach Brasilien

Von Deutschland aus (insbesondere Düsseldorf und Frankfurt) fliegen zahlreiche renommierte internationale Airlines die großen Flughäfen Brasiliens in Rio de Janeiro, Sao Paulo, Brasilia oder Salvador an. Einiges anGeld für das Flugticket lässt sich sparen, indem man frühzeitig bucht und auch nach günstigen Flügen mit Zwischenstopp Ausschau hält.

Startbahn Flughafen
Startbahn Flughafen. Bild von Alexandre Gonçalves da Rocha auf Pixabay

Deutsche Staatsangehörige benötigen für die Einreise in Brasilien kein Visum – vorausgesetzt, ihr Aufenthalt dauert nicht länger als drei Monate und sie können einen Reisepass vorzeigen. Dessen Gültigkeit muss am Tag der Einreise noch mindestens sechs Monate betragen. Bei der Einreise stempeln Behördenmitarbeiter eine Genehmigung von 30 Tagen beziehungsweise 90 Tagen in den Pass. Da Einreisebestimmungen sich ständig ändern können, ist es sinnvoll, sich auf der entsprechenden Seite des Auswärtigen Amtes auf dem Laufenden zu halten.

Für Reisen im Inland sind in Brasilien über kurze Distanzen sind Mietwagen oder öffentliche Busse eine gute Lösung. Aufgrund der enormen Ausdehnung des Landes kommen für weit entfernte Ziele ausschließlich Inlandsflüge in Frage. Das Bahnnetz ist dagegen in Brasilien eher unterentwickelt und nicht sehr sicher, sodass Touristen dieses Verkehrsmittel besser meiden sollte. Das gilt zum Glück für die Taxis in Brasilien nicht. Allerdings besitzen die meisten kein Taxameter, aus diesem Grund sollte man vor Antritt den Preis mit dem Fahrer aushandeln oder sich auf dem obligatorischen Aushang im Taxi über die Tarife informieren.

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Die quicklebenden Metropolen Brasiliens

Rio de Janeiro ist in vielerlei Hinsicht absolut sehenswert. Besonders lohnend ist der Besuch des historischen Viertels Santa Teresa. Es liegt auf einem Hügel und begeistert mit seinen alten Gebäuden im Kolonial-Stil. Der Stadtteil ist von zahlreichen Künstlern bewohnt, die auf kreative Weise Häuserwände und Mauern bemalen – Graffiti ist in Brasilien nämlich erlaubt! Wie kunstvoll diese Gemälde sein können, sieht man auf der berühmten Escadaria Selon, einer kunterbunt bemalten Teppe.

Natürlich muss man in Rio auch die weltberühmte Christus-Statue besuchen, die den Namen Cristo Redentor trägt und zu den sieben neuen Weltwundern gehört. Von der Statue aus bietet sich dem Besucher ein atemberaubend schöner Blick über die Stadt und die Küste. Der Jardim Botanico ist der phantastische botanische Garten Rios, hier wachsen unzählige tropische Blüh- und Grünpflanzen. Außerdem kann man hier mit ein wenig Glück auch Tukane und freche Weißbüschelaffen beobachten.

Sao Paulo stellt das Wirtschaftszentrum des Landes dar und gleichzeitig die größte Stadt Südamerikas. Die Metropole ist geprägt von einem fröhlich-friedlichem Multikulti-Durcheinander. Sao Paulo besitzt mit dem MSAP das wichtigste Kunstmuseum des Kontinents. Es hat sich (erstaunlicherweise) auf europäische Kunst des 20. Jahrhunderts spezialisiert, sodass man hier viele Werke der französischen Impressionisten bewundern kann. Die renommierte Architektin Lina Bo Bardi hat das Gebäude des MSAP in Form einer spektakulären hängenden Konstruktion gebaut. In Sao Paulo lebt eine große japanische Gemeinde, und zwar im Viertel Liberdade. Zusammen mit Italienern und Syrern ergibt das einen bunten Melting-Pot, den es sich zu entdecken lohnt. Das Gleiche trifft auf die gigantische Catedral de Se zu, die im Zentrum von Sao Paulo in der Mitte des 20. Jahrhunderts errichtet wurde. Ihr imposanter Innenraum beeindruckt mit für eine Kirche sehr ungewöhnlichen Darstellungen von typisch brasilianischen Kaffeepflanzen, Gürteltieren sowie Ananas.

Traumstrände

Copacabana
Copacabana. Bild von ASSY auf Pixabay

Brasilianer genießen einen Ruf, sehr figurbewusst zu sein. Davon kann man sich an jedem Strand überzeugen und Sonne pur genießen. Die folgenden Strände sind bei Touristen und Einheimischen gleichermaßen populär: Der malerische Küstenort Pipa im Nordosten, natürlich auch der weltbekannte Strand von Ipanema in Rio de Janeiro, Ponta Negra bei Natal sowie der Praia do Futuro, der wunderbar feinen, weißen Sand besitzt und sich in Fortaleza befindet.

Amazonastouren

Den Regenwald mit seiner einzigartigen Pflanzen- und Tierwelt zu entdecken, gehört zu schönsten Urlaubserlebnissen überhaupt. Allerdings ist von Touren auf eigene Faust unbedingt abzuraten. Geführte, mehrtägige Reisen durch das Amazonasgebiet lassen sich zu günstigen Preisen in Deutschland oder auch direkt vor Ort buchen. Besonders komfortabel sind dabei Bootstouren. Die Ausflugsschiffe fahren langsam in Ufernähe, sodass man ganz bequem vom Boot aus die Naturschönheiten hier genießen kann. Bei vielen Reisen ist es möglich, mit dem Paddelboot oder Kanu zu Lagunen zu fahren. Expedition zu Fuß beziehungsweise Trekking-Touren stellen wesentlich höhere Anforderungen an die körperliche Fitness und Ausdauer. Teilnehmer werden für ihre Anstrengungen durch unvergesslich schöne Naturerlebnisse in Form von unberührten Regenwäldern mit üppiger Vegetation und wilden Tieren sowie Wasserfällen belohnt. In verschiedenen Urwald-Lodges sind auch längere Aufenthalte möglich, um diese ursprüngliche Naturregion gründlich kennenzulernen. Besonders gut gelingt dies in Umweltzentren, die auch Gäste beherbergen.

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